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Health 4 Me – Blog: „VorSorge im Interview“ … Magen-Gesundheit & Helicobacter Pylori

Nur ein „toter“ Helicobacter Pylori
ist ein „guter“ Helicobacter Pylori …!

 

Ein Bakterium, das früher Hauptverursacher von MagenKrebs war
und nun dank antibiotischer, 14 tägiger Eradikations-Therapie „Geschichte“ sein kann …

Was Ihrerseits zu tun ist, damit es auch in Ihrem Leben Vergangenheit „sein kann“ –
das lesen Sie in diesem Health 4 Me – BlogBeitrag –
„VorSorge im Interview“ mit Prim. Prof. Priv.Doz. Dr. Arnulf Ferlitsch!

 

 


Prim. Prof. Priv.Doz. Dr. Arnulf Ferlitsch
ist international renommierter Gastroenterologe. Er führte mehr als 5000 diagnostische und therapeutische Endoskopien (Gastroskopien, Colonoskopien, ERCP, Kapselendoskopien und Endo-Sonographien) durch. Mit der Gesundheit der Mägen von Frau und Herr Österreicher damit bestens vertraut. Das Motto, das ihn beruflich anleitet, lautet:

„Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“ (Konfuzius)

 

Die Infektion von Helicobacter pylori ist der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Magenkrebs.
Die Infektion

  • fördert die Entstehung von Krebsvorstufen 
  • und beschleunigt ihre Weiterentwicklung zum Magenkrebs.
  • Bei Vorhandensein hat man eine Chance von 1:100, dass sich daraus eine Tumor-Erkrankung entwickelt!

Bemerkbar macht er sich über schmerzhafte Entzündungen des Magens.

Stuhl- und Atemtest bringen in Folge durchgeführt zwar Klarheit, sind aber keine klassische Vorsorge-Untersuchung in Österreich.

Im asiatischen Raum sind diese bereits ebenso wie die Gastroskopie in die Vorsorge integriert – hierzu gibt es auch gute Studienergebnisse im Rahmen der Magenkrebs-Vorsorge. Ähnlich wie bei der Colonsokopie ist das Ziel, das Risiko für Magenkrebs zu reduzieren.

Anlass für eine Gastroskopie sind oftmals Beschwerden der PatientInnen wie Reflux, Sodbrennen, Husten, Magenschmerzen.

 

Im Rahmen der abklärenden Gastroskopie ist es sinnvoll,

  • im Rahmen einer Gewebebiopsie Helicobacter Pylori mit abzunehmen und zu analysieren un
  • gleichzeitig auch eine Autoimmun-Gastritis bzw.
  • eine Zöliakie auszuschließen, die eine Weizen-Unverträglichkeit bedeutet und damit eine Lebensstil-Adaption nach sich zieht: strikte Gluten-freie Ernährung, um den Beschwerden entgegen zu wirken und in ihrer Ursache, in ihrem Entstehen anzusetzen.

 

Wie sieht die Therapie für die HP-Infektion aus?

Die Therapie einer Helicobacter Pylori-Infektion ist einfach – die Einnahme einer antibiotischen Eradikations-Therapie über 10 Tage. Diese wirkt sehr gut und eliminiert den Befall des Magens mit diesem Bakterium deutlich. Weitere Risiken für Magenkrebs sind  

  • Geräucherte Speisen
  • Gegrillte Speisen – schwarz verkohlt
  • Nikotin
    Durch das Inhalieren von Rauch gelangen die Rauch-Partikel auch in den Magen beim Inhalieren,
    sodass es zu einer konstanten Entzündung und Reizung der Magenschleimhaut kommt.

 

 

Wie oft begegnen Ihnen in Ihrem Zentrum PatientInnen mit Magenkrebs?

4 bis 5 Mal im Jahr sehe ich persönlich PatientInnen mit Magenkrebs. Dies ist nicht oft, aber häufig genug. Jede betroffene Person ist eine zuviel!

Zuletzt verloren wir eine 38 jährigen Patienten mit Magenkrebs – das Problem war in seinem Fall: er hat zu lange gewartet, bis er wegen der Beschwerden aktiv wurde!

 

 

Daher kann ich es nicht oft genug sagen:  Wenn die Einnahme von    

  • medikamentösen Magenschutz-Präparaten oder
  • pflanzlichen Präparaten wie Pfefferminzöl bzw. Ingwer

nach 2-3, allerspätestens nach 10 Tagen keine Linderung der Beschwerden herbeiführen, dann ist es wichtig

  • zeitnah zur Ärztin/ zum Arzt zu kommen und
  • eine Gastroskopie durchführen zu lassen

um Beschwerden im wahrsten Sinn der Worte „auf den Grund zu gehen“

Umso wichtiger ist dies, wenn UNBEWOLLT Gewicht verloren wird !

 

Wie sieht die onkologische Therapie aus – worauf ist zu achten?

Diese sollte unbedingt an einem Zentrum durchgeführt werden, wo

  • eine gute internistische Onkologie verfügbar ist im Sinne eines Zentrums
  • damit geübte ChirurgInnen an der Hand sind, die die entsprechenden Fallzahlen und damit Häufigkeit und Geübtheit im Durchführen der Eingriffe zusichern können
  • ein interdisziplinär zusammengesetztes Tumor-Board mit dem Casus auseinandersetzt und das maßgeschneiderte, optimale Konzept und Therapie-Regime bespricht und berät als auch beschließt

 

 

Bei Sodbrennen ist die Frage, wie werde ich dieses wieder los?

Dieses „Brennen“ begünstigt die Entstehung von chronischen Entzündungen, aus denen durch die kontinuierlichen Reparationsvorgänge der Entzündung leichter Zell-Entartungen und damit Tumore entstehen können, als aus gesundem Gewebe.

Meist besteht zusätzlich noch eine Hiatushernie, eine Bindegewebsschwäche im Speiseröhren-Magenbereich, die leichter Magensäure in die Speiseröhre zurückfließen lässt.

 

 

Was sind hier therapeutisch ergänzende Maßnahmen?

  • Ein Ansatz ist die Verwendung von medikamentösen Magenschutz-Präparaten, z.B. Protonenpumpenhemmer, die die Magensäureproduktion stoppen– allerdings gilt hier – nach 2-3 Tagen sollten die Symptomatik und die Beschwerden deutlich besser sein.
  • Wenn keine Besserung eintrtt, soll eine Gastroskopie erfolgen, wenn bei länger durchgeführter hochdosierter Protonenpumpenhemmertherapie keine Besserung oder Beschwerdefreiheit erlangt wird, kann, vor allem bei großen Hiatushernien, ein chirurgischer Eingriff, die Fundoplikatio, die Lösung sein , sodass kein mechanisches Problem mehr besteht.
  • Es gilt in Folge die Zubereitung von Speisen zu verbessern:
    Kochen mit gut verdaulichen Fetten
    Dampfen und Garen dem Braten und Herausbacken vorziehen
  • Ess-Kultur zu optimieren:
    Es ist wichtig, die Nahrung gut zu kauen – mindestens 30x wäre optimal
    langsam zu essen – nicht zu schlingen ist ein weiterer Aspekt.
    Es gilt auch, mehrere, kleine Portionen über den Tag zu verteilen.
  • Ess-Zeiten rhythmisieren
    Kein Essen weniger als 4 Stunden vor dem Schlafengehen
    , damit die Mahlzeit nicht „im Magen“ liegt, sondern durch die Bewegung, im besten Fall einen kurzen Verdauungsspaziergang, und Darmperistaltik noch gut weitertransportiert und angedaut wird.

 

 

Was tun Sie selbst für Ihre Gesundheit – wie sorgen Sie selbst vor?

  • Ich habe selbst schon eine Vorsorge-Colonoskopie machen lassen.
  • 2-3x pro Woche bin ich sportlich aktiv – abhängig von der Jahreszeit variiert die Sportart:
  • im Sommer ist es Beach-Volley-Ball, schwimmen gehen und Rad fahren.
  • im Winter spiele ich Eis-Hockey, und gehen gerne Schi fahren. !
  • Punkto Ernährung achte ich sehr auf die Reduktion der Kohlenhydrate und erhöhten Protein-/Eiweiß-Gehalt meiner Mahlzeiten, dies bedeutet, der Eiweiß-Anteil wurde gleichzeitig gesteigert, Nudeln, Reis, Brot wurden reduziert – damit ist mein Gewicht stabil
  • Bezüglich Tagestrinkmenge ist das Erreichen des optimalen Bedarfs sicherlich immer eine Herausforderung:
    Wasser mit Geschmack, ungezuckerten Tee anstelle von Kaffee, Sprudel eher selten.

Denn mein Motto lautet:
„Was man predigt, sollte man selbstverständlich auch selbst tun!“

 

Wir danken für das erhellende Interview und wünschen auch Ihnen weiterhin Leben voll Genuß & Gesundheit!

 

Prim. Prof. Priv.Dozl.Dr. Arnulf Ferlitsch

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Wien
Leiter der Abteilung für Innere Medizin I
Gastroenterologie und Nephrologie

PrivatOrdinationsgemeinschaft Sempergasse 29
erste Ordination mit Fibroscan in Österreich

 

Aus Freude am Tun – für mehr Freude am Leben:
because it makes you „feel good“!

 

Dr.in Lucia Ucsnik, MAS, FECSM
Zentrum für PräventivMedizin, Ärztliche Leitung
Ärztin für Allgemein-, Präventiv-, Sexual-,
Stress- und PerformanceMedizin

 

Health 4 Me – Blog: VorSorge im Interview

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