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Health 4 Me – Blog: Portrait im Interview … Präsident der Ärztekammer Burgenland

Dr. Christian Toth,
Facharzt für 
Innere Medizin, Kardiologe

Nomen non est omen!
Ein Arzt, der mit gutem Beispiel voran geht!

 

 

Lesen Sie im folgenden Health 4 Me – Blog „Portrait im Interview“

  • Was ihn motivierte, Medizin zu studieren und an der Inneren Medizin fasziniert
  • Welche Ziele und Herzensanliegen er als Ärztekammer-Präsident hat
  • Was er von „Susi Sorglos“ hält
  • Welcher Ärztin/ Arzt für ihn Zukunft hat – Kassen-, Wahlarzt- und PrivatÄrztIn
  • Wie er den Stellenwert von Gesundheitsfürsorge, -Vorsorge und Prävention sieht
  • Was er selbst für seine eigene Gesundheit tut!

 

 

Herzliche Gratulation zu Ihrer Wahl zum Präsidenten der Burgenländischen Ärztekammer und danke für die Annahme der Anfrage zum Interview! Was war ursprünglich Ihre Motivation, Medizin zu studieren?

Ich habe sehr gerne Kontakt zu Menschen und schätze das persönliche Gespräch! Was mich an der Medizin fasziniert ist die vielfältige und vielseitige Arbeit mit Menschen – es ist einfach ein schöner Beruf und sehr abwechslungsreich, bei dem man vielen Menschen begegnet.

 

 

Wie kam’s zur Wahl des Bereichs der Inneren Medizin?

Für mich ist es meine besondere Leidenschaft! Sie spiegelt genau DAS wieder was mich an der Medizin fasziniert hat – letztlich bin ich in der Kardiologie gelandet, ich habe aber im Rahmen meiner Ausbildung auch die Vielfältigkeit der gesamten Inneren Medizin genießen dürfen. Man betreut die Menschen, da es sich oft um chronische Erkrankungen handelt, teils sogar ein Leben lang.

 

 

Was sind Ihre Ziele und Hoffnungen für die Zeit Ihrer Funktionsperiode, die 5 Jahre dauert?

„Die nächsten 5 Jahren gilt es, insgesamt die Attraktivität des Berufs für andere KollegInnen zu steigern im angestellten wie im niedergelassenen Bereich – angesichts des drohenden ÄrztInnen-Mangels: in den ländlichen Strukturen und in den kleinen Spitälern des Burgenlandes.

Es ist wichtig, die Allgemeinmedizin aufzuwerten und die offenen Kassenstellen zu vergeben, sprich zu besetzen –  um eine optimale Versorgung der burgenländischen Bevölkerung sicherstellen zu können.

 

 

Was ist Ihre Meinung zum „Susi-Sorglos-Paket“, das den JungÄrztInnen neuerdings angeboten wird?

„Dies kann nicht funktionieren, denn ÄrztInnen sind so nicht – wir sind initiativ und selbst-bestimmt.  

Wir wollen Inhalte nicht nur vorgekaut bekommen, wir denken selbständig und agieren selbstbestimmt und bringen uns selbst ein. Ich glaube das ist es was die Patienten wollen – und wir auch!

 

 

 

Kassen-, – Wahl- oder PrivatÄrztIn was präferieren sie?

KassenÄrztIn zu sein, ist mit Sicherheit nicht unattraktiv – die Honorierung und die -Tarife müssen jedoch auch angepasst werden um genug KollegInnen finden, um wieder vermehrtes Interesse für diese Art der Berufsausübung zu finden.

Als Wahlarzt schätze ich es mir Zeit für das ärztliche Gespräch nehmen zu können, das meines Erachtens nach einen wesentlichen Bestandteil der Behandlung darstellt. Teils erfolgt keinerlei Untersuchung und es wird „nur“ ärztlich therapeutisch gesprochen, erklärt, was ebenso wichtig ist für Behandlung und Genesungsprozess.“

Die PrivatÄrztInnen übernehmen teils Spezialleistungen, die sich im Leistungskatalog der ÖGK erst gar nicht abbilden, die aber ebenso wichtig sind für Diagnostik und Therapie der PatientInnen.

 Es ist gar nicht so selten, dass ich auch Zuweisungen von KassenÄrztInnen erhalte für kardiologische Spezialuntersuchungen, die in dieser Form in einer Kassenordination nicht angeboten werden könnten.

Ein Mischsystem ist attraktiv – und sie ergänzen sich im System. Ein Versuch, diese 3 Gruppen gegeneinander auszuspielen macht auch keinerlei Sinn – es ist Unsinn. Pflicht und Zwang sind in jedem Fall kontraproduktiv!

Wenn man auf Kassenebene nur wenige Arzt-Termine anbieten kann, lange Wartezeiten die Folge sind und die Anzahl der Kassenstellen gleich bleiben – welchen Sinn macht es, ein eingespieltes, funktionierendes System zu zerstören?

 Sowohl die PatientInnen als auch ÄrztInnen sollen für sich frei entscheiden können, was sie für sich persönlich wollen und bevorzugen.

 

 

Gesundheitsfürsorge, Vorsorge und PräventivMedizin – was wollen Sie als Ärztekammer-Präsident künftig in diesem Bereich vorantreiben?

Eigentlich sind dies die wichtigsten Bereiche in der Medizin, wiewohl sie mitunter auch vernachlässigt werden. Ziel sollte nicht primär sein, Krankheit zu behandeln, sondern ihr Entstehen zu vermeiden.

Im Bereich der Medizin, v.a. Herz-Kreislauf-Gesundheit kann man sicherlich viel tun! Auch die Vorsorge hinsichtlich Darmkrebs mittels Durchführung einer Colonoskopie ist wesentlich!

All diese Themen sind während der Pandemie untergegangen. Die PatientInnen vermieden es oft, zum Arzt zu gehen.

Viele Schritte, die wir davor gewonnen hatten in den vergangenen Jahren, all die wertvolle Zeit haben wir jetzt wieder verloren.

Um zur Normalität wieder zurückzukehren gilt es, vermehrt wieder darauf hinzuweisen!

 

 

Abschließend darf ich nun fragen, was Sie selbst für Ihre Gesundheit tun?

 „Für mich stellt es einen Ausgleich dar, 3x pro Woche ins Fitness-Center zu gehen und Kraft und Ausdauer zu trainieren. Regelmäßiger Sport ist mir wichtig. DAS darf nicht untergehen. Dies ist ein Fixum in meinem Terminplan!

 

 

Meine 2. Tätigkeit, wo ich entspanne ist das Reisen. Die Ortswechsel bedeuten für mich „Pause“. Das bedeutet auch Zeit für mich! Da gebe ich ab und bin nicht da. Man kommt sonst aus der Spirale einfach nicht raus.“

 

 

Wie schaffen Sie, Entspannung als Fixum zu integrieren?

„Wenn ich nicht arbeite, lege ich fix das Handy weg und mache den Laptop zu! Dann ist Freizeit und Zeit für Gartenarbeit, Sport.

Ich nehme mir bewusst Zeit, abzuschalten!“

 

 

Machten Sie selbst Vorsorge-Untersuchungen, oder nahmen Sie Hilfe von ärztlichen KollegInnen im Sportbereich in Anspruch?

 

  • Bis dato machte ich dies alles selbst – als Kardiologe auch naheliegend in Sachen kardialer Gesundheit, Puls, Belastung.
  • Muttermale lasse ich regelmäßig kontrollieren.
  • Labor-Kontrollen machte ich noch nicht.
  • Für die Colonsokopie bin ich noch zu jung mit 42 Jahren, aber im entsprechenden Alter habe ich vor, auch diese durchführen zu lassen!
    Jeder abgetragene Polyp ist ein gut, weil er nicht mehr Schaden zufügen kann! Daher ist dies eine sehr wichtige Vorsorge-Maßnahme!

 

 

„Man sollte selbst mit gutem Gewissen und auch guten Beispiel voran gehen! Denn der Nutzen übersteigt weit die Kosten und steht von daher in keinerlei Relation! 

Die Zeit muss man sich halt dafür nehmen – aber die ist gut investiert!“

 

 

Wir danken für das Einblick-reiche Interview
und wünschen viel Kraft & Energie für Ihre Funktionsperiode
als Präsident der Ärztekammer Burgenland!

Dr.  Christian Toth, Wahlarzt-Ordination, Herz & Hirn im Zentrum
Ärztekammer für Burgenland 

 

Aus Freude am Tun – für mehr Freude am Leben …
because it makes you „feel good“ !

 

Dr.in Lucia Ucsnik, MAS, FECSM
Zentrum für PräventivMedizin, Ärztliche Leitung
Ärztin für Allgemein-, Präventiv-, Sexual-,
Stress- und PerformanceMedizin

 

Health 4 Me – Blog: Portrait im Interview – die Präsidenten der Ärztekammern Österreichs 

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